Zeit und Materialismus

Zeit und Materialismus

In dem er die Uhr einführt, die Unterteilung der Zeit, versucht der Mensch mit allem Geist der ihm zur Verfügung steht denselben zu vermaterialisieren. 1 Sekunde wird in Tausende von Teilen geteilt und wird damit zur Ewigkeit, die es gilt noch schneller zu überbrücken.

Weltrekorde werden teuer bezahlt und zeigen sich in Formel 1 Rennen, Ultraschallflugzeugen, Computern und der ganzen Hightech Gesellschaft auf ihrem materiellen momentanen Höhepunkt. So werden sie der einst vollends vergeistigt sein- die virtuelle aktuelle Computerwelt ist der Anfang – wenn die Unterteilung der Zeit aufhört.

Die Unterteilung der Zeit ist tatsächlich der Beginn des Materialismus im heutigen Sinne. Der Drang Menschen zu vereinnahmen und sie mit den bloßen Sinnen zu nicht mehr unterscheidbaren Höchstleistungen zu Gewinnern und Verlierern zu machen, fördert den ganzen Geist heraus. Noch besser, noch schneller ist demnach die Herausforderung des Geistes. Der Preis dafür ist die Mutter Erde, wenn alles vergeistigt ist.

Mit Freude, wahre Freude, Liebe wenn man so will – hat dass dann nicht mehr so viel zu tun. Denn die Erde ist aus Liebe gemacht und voll vergeistigt. Während der Geist der uns zum Vergeistigung des Materialismus drängt im Extremfall für das was wir hier als einen materialisierten Geist vorfinden wenig übrig hat und es verhöhnt.

Verrat in Mikrodosen, der eine für die Erde vernichtende Wirkung haben soll. Verachtung und Hass dessen, was so unbeschreiblich Geist erfüllt ist. Neid auf unermessliche Genialität und damit verbunden der Versuch langsam aber stetig die Oberhand zu gewinnen. Das ist nicht mehr das persönliche spielerische Kräftemessen, dass wir überall in der Natur – auch bei uns – beobachten können, sondern das ist humorloser Vernichtungszug und die Negierung des vergeistigten – materialisierten Lebens, so wie es sich hier zeigt : die Absicht es ein für alle mal zum Schweigen zu bringen – der Tod im Sinne von Stillstand. Die letzte Milliardstel Sekunden anhalten.

Daraus leitet sich dann die Freiheit ab zu entscheiden-du bist dem Geist gleich, du bist dem Geist unterlegen. Unterlegen bist du wenn du ihn vernichten willst.

Rangeleien in den verschiedensten Formen zur Feststellung der Rangordnung sind o. k. Solltest du jedoch die Absicht haben, etwas dir Gleiches vernichten zu wollen – bewusst oder unbewusst – musst du noch etwas üben, denn es schwächt dich, auch wenn du dabei manchmal überlegen scheinst

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Über meine Kunst

Nach all den Jahren habe ich mich daran gewöhnt mit meiner Kunst meistens abgewiesen zu werden , was nicht weiter zu beunruhigen braucht, weil man etwas ins Blickfeld bringt, was noch nie zuvor so gesehen wurde und die Menschen das Neue im besten Fall vorsichtig und neugierig angehen. Es gibt ja dann doch immer wieder Geister, die etwas voranbringen und sich trauen, als erste neue Wege zu beschreiten.

Mittlerweile besteht die Möglichkeit , im virtuellen Raum sprich „Atelier“ Bilder, Skulpturen, ja fast alles zu generieren und mittels Druckern, 3D Druckern, CNC Fräsen tatsächlich in den realen Raum zu stellen. Manche Dinge können nur so hergestellt werden, bei anderen ist das noch nicht so offensichtlich, obwohl es so ist.

Meine neuen Bilder ab 2013 entstehen meistens auf dem Track Pad und dem Tablet Computer. Um ihrer Realisierung weiter zu dienen, bedarf es der Hightech Drucktechnologie und weiterer höchst technologischer Vorgänge. Auch die sind nicht mehr weg zu denken. Schriftsetzer, Reprofotograf sind ausgestorbene Berufe. Das ist bedauerlich (und man kann nostalgisch die „Gute Alte Zeit“ zurückwünschen), ist aber auch unausweichlich, weil der Entwicklung der Menschheit geschuldet. Das zu bewerten ist eine andere Sache.

Nun leben wir seit Anfang der 80er Jahre mit Entwicklung des Heim PCs, des Computers, neuer Technologien und dem tragbaren Telefon in einer ungeheueren rasanten Evolution-Revolution, deren Folgen u.A. einen Quantensprung in der Automatisierung der Produktion und die Globalisierung mit millionenfacher Arbeitslosigkeit mit sich gebracht hat.

Ungeliebte Massenproduktion um die ständig wachsende Menschenmasse zu ernähren, steht der wertvollen, geliebten Einzelanfertigung billig gegenüber…

Wo wir beim Wert einer Sache angekommen sind: dieser setzt sich aus dem materiellen Wert, der Arbeit, den Produktionsmitteln und -stätten die darin stecken zusammen. Hinzu kommt der ideelle Wert und verbunden damit die Spekulation der Wertanlage .

Klassisches Beispiel dafür sind die Millionenwerte, die ein Picasso , ein Rubens, ein Vermeer, van Gogh, jüngst ein Richter und wie sie alle heißen erzielen und in den privaten Hallen eines Einzelnen verschwinden, bestenfalls in den großen Museen einem breiteren, interessierten Publikum zugänglich gemacht werden.

Andy Warhol , Keith Harding hatten auch schon eine andere Auffassung und begannen mit der Massenproduktion, mittels Offset- und Siebdruck, konnten gerade deswegen große Summen im Verkauf erzielen, weil sie als Individuum anerkannt wurden und ihre Kunst neu und erfrischend war. Besonders bei der Variationskunst Warhols ist das offensichtlich: es war neu und plakativ, hatte mit Malerei nichts zu tun.
Ein Jeff Koons generiert seine Bider mit einem klassischen Bezug am Rechner und lässt sie von seinen Mitarbeitern mit „Malen nach Zahlen“ ausführen.

Durch die neuen Produktionstechniken kann diese Einmaligkeit nicht mehr gewährleistet werden ( Fälschungen gab es aber auch zu jeder Zeit ) und der Wert muss neu bemessen werden.
Wieder sind es zunächst die Produktionskosten vom Atelier bis zur Ausstellung , die zu Buche schlagen und dann kommt der individuelle Wert dazu.

Der Künstler sucht nicht – er findet (Picasso), sieht sich als Mittler zwischen den Welten und realisiert spielerisch die Idee zum Objekt , bringt neues auf den Planeten – ungeachtet dessen, ob er davon leben kann oder nicht. Er hat seine Aufgabe und bemüht sich darum, dass seine Kreationen gesehen werden und die Herzen der Betrachter erreichen. Erst dann kommt das kommerzielle, wirtschaftliche dazu, was ihn leben lässt, ihn als das anerkennt, was er ist – Künstler.

Gegen die digitale Kunst spricht gar nichts. Video Installationen kann man auch nicht malen. Die Qualität digital erstellter Kunst hängt einzig und allein von der Anerkennung vom Künstlertum des Künstlers ab. Sie ist nicht zu vergleichen, mit den Kaufhaus-Künsten, die bei IKEA oder sonst wo erworben werden können. Auch ist sie nicht nur Dekoration, sondern bildet bestenfalls. Sie ist bildende Kunst, Kunst, die dem Betrachter an die Seele geht, die für Ausgeglichenheit und Faszination sorgt.

Auch ist es gar nicht anders möglich, Bilder dieser Art herzustellen oder sollte man versuchen, sie mit der Hand noch einmal zu malen, damit sie „handgemalt“ sind? Die Produktionsmöglickeiten haben sich in den letzten Jahren so entwickelt. Endlos viel Geist steckt allein in der Hard- und Software um etwas zu ermöglichen, was dann nicht wert sein soll ausgestellt zu werden?? Es ist absurd. Genau so wie es absurd war, die Impressionisten, als nur Impressionisten zu beschimpfen bevor sie den Einzug in den Kunstmarkt schafften.

Keinesfalls ist es schlimm, dass es möglich ist, diese Kunst sehr breit aufzustellen und für jedermann bezahlbar zumachen, ihr ihre elitäre Attitude zu nehmen. Finanziell macht es keinen Unterschied, ob ich ein Bild für 3000.-€ oder zehn für die selbe Summe verkaufe, aber ideell macht es einen sehr großen Unterschied und hier kommt wieder die Aufgabe des Künstlers zum Tragen, positiv an der bildnerischen Entwicklung mitzuwirken.